Clarity – Das neue Microsoft Tool für Website Analyse


17.04.2021
Allgemein

Microsoft hat ein neues Website Analyse Tool veröffentlicht. Damit ist es möglich das Nutzerverhalten auszuwerten, ohne dabei Privatsphäre der User zu verletzten. Dabei geht die Nutzeranalyse über rein statische Sammeldaten hinaus. Clarity bietet zusätzlich auch Recordings und Heatmaps, damit man seine User besser verstehen kann.

Clarity Dashboard

Das Dashboard präsentiert sich sauber aufgeräumt und bietet – wie es für ein Dashboard üblich ist – alle Informationen übersichtlich. Das gelingt bei einigen Anbietern weniger gut. Bei Clarity findet man sich hingegen schnell zurecht.

Das übersichtliche Dashboard bietet nützliche Filter und interessante Events wie Rage Clicks

Besonders gut gefallen mir bereits identifizierte und kategorisierte Userhandlungen, wie Rage Clicks, intesives Scrollen und Events wie JavaScript Fehler. Diese Punkte geben klare Hinweise, wo sich die Seite optimieren lässt.

Recordings – Usersessions im Detail nachvollziehen

Microsoft erfasst alle Events, die durch den Browser ausgelöst werden. Dazu gehören zum Beispiel Mausbewegungen, Klicks und Eingaben. Dadurch lässt sich der Besuch Rekonstruieren und Auswerten.

Sessions Recordings sind keine Neuheit, aber bisher waren die Dienste eher eine Bremse für die eigene Website und vor allem teuer. Microsoft verspricht, dass sich Clarity kaum auf die Website Performance auswirkt, auch bei Seiten mit hoher Besucherlast.

Heatmaps

Heatmaps zeigen wie bei einer Temperaturkarte an, wo sich Mauszeiger besonders häufig bewegen. Dadurch erhält man Einblicke in die Fokuspunkte von Usern. Die Seite lässt sich so besser verstehen im Hinblick auf Layout, interessante Buttons und blinde Ecken.

Microsoft Clarity ist DSGVO-konform

Laut Microsoft ist Clarity. Bei Tools, die Session von Besuchern aufnehmen ist das eine technische Herausforderung, da ja zum Beispiel in Formularen private Daten hinterlegt werden. Per Default werden diese Inhalte bei Microsoft Clarity maskiert. Zusätzlich können weitere Felder durch data-clarity-mask="True" maskiert werden.

Per Default werden persönliche Daten maskiert. Dadurch sieht der Betreiber nicht, welche Daten eingegeben wurden, wenn ein User sich zum Beispiel entscheidet, das Formular doch nicht abzuschicken.

Dennoch werden Userdaten erhoben, weswegen hier auf den Cookie Consent geachtet werden sollte. Nicht anders als bei Google Analytics sollte auch hier das Skript erst per opt-in geladen werden.

Erstes Fazit

Microsoft Clarity ist noch nicht ganz fertig. Das merkt man an einigen Ecken. Zum Beispiel ist das Scrolling Feature noch in Arbeit. Allerdings ist es bis jetzt kostenlos und damit eine klare Alternative zu anderen Diensten, wo man für User Recordings und Heatmaps gut und gerne 100,- € im Monat zahlen kann.

Tools wie Clarity zeigen zwar, wie User mit der Website interagieren, sagen aber nichts darüber, was Ihre Intentionen sind und was sie dabei denken. Wer Einblicke in die Lebenswelt der Besucher bekommen will, ist bei Website Usertests an der richtigen Adresse. Meine Lösung kostengünstige Lösung dafür lautet uxccess.de.

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