Trendentwicklung CMS 2014 in Deutschland


16.12.2015
Allgemein

Heutige Websites werden selten ohne CMS verwirklicht. Und auch wenn es in meinen Augen nicht immer sinnvoll oder notwendig ist (hier steht warum), wollen Kunden selten eine Website ohne ein Content Management System. Manche kennen sich bereits mit einem System aus und wollen ungerne wechseln, andere sind ratlos und angesichts der schieren Menge an CMS völlig überfordert. Kein Wunder. Nichtsdestotrotz wollte ich zum Jahresbeginn mal eine kleine, subjektive Prognose abgeben, wo die Content Management Systeme mit denen ich bereits gearbeitet habe derzeit stehen. Dies wären die „großen drei“ TYPO3 CMS, WordPress und Joomla und als Exot das kleine, flinke CMS ProcessWire.

Um die Trendentwicklung nachvollziehen zu können, habe ich Google Trends verwendet. Zugegeben eine nicht ganz wissenschaftliche Methode, jedoch immer eine gute Methode um Trends bei Eingaben in die Suchmaschinen zu erfassen (siehe: verwendeter Link).

Bildschirmfoto vom 2015-01-09 15:23:48
CMS Trends in Deutschland (Stand: Januar 2015). Quelle: Google Trends

Interessant ist hier die stetige Aufwärtsbewegung von WordPress und der gleichzeitige Verlust bei TYPO3 CMS und Joomla. Processwire schafft es da im Schatten seiner großen Brüder noch nicht so richtig ans Tageslicht zu treten und Drupal scheint meines Erachtens in Deutschland noch nicht richtig Fuß zu fassen. Natürlich muss man hier auch bedenken, dass WordPress häufig als Blogsystem verwendet wird (das ist es ursprünglich ja auch) und deshalb schon alleine viel häufiger von privaten Usern verwendet wird als TYPO3 CMS. Sicherlich würde eine Verteilung der CMS bei größeren Unternehmen gänzlich anders ausfallen. Nichtsdestotrotz zeigt sich auch aus meinen Erfahrungen, dass WordPress anscheinend auch bei Unternehmen zunehmend beliebter wird.

WordPress

Die Trendentwicklung meint es gut mit WordPress. In der hier aktuellen Version 4.1 „Dinah“ bringt WordPress einige neue Funktionen mit sich. So zum Beispiel das neue Twenty Fivteen Theme, den Modus für das ablenkungsfreie Schreiben und eine neues Register bei den Plugins, welches Empfehlung auf Grundlage anderer, ähnlicher WordPressinstallationen gibt. DIe neuen Funktionen sind vor allem für Blogger und Redakteure interessant.

TYPO3 CMS

TYPO3 CMS erfreut sich vor allem in Deutschland großer Beliebtheit (vor allem bei Bundesligavereinen habe ich schon so einige TYPO3 Seiten gesehen). Weltweit hingegen wird es lange nicht so häufig verwendet. Für komplexe Lösungen mit Bedarf nach hoher Skalierbarkeit, Stabilität und Sicherheit. Mit der neuen Version 7.0 wurde auch dem Backend ein neuer moderner Anstrich gegeben. Auch bei der Usability hat TYPO3 CMS in letzter Zeit hinzugewonnen.

Spannend beleibt jedoch vor allem wie sich das neue CMS TYPO3 Neos basierend auf dem hauseigenen PHP Framework FLOW schlagen wird. Da es derzeit noch den meisten Hostingpaketen die Haare ergrauen lässt, werden die meisten wohl noch abwarten müssen. Wer dennoch schon mal ausprobieren will, wie sich Neos anfüllt, der kann auf Mittwald einen Testlauf starten.

Joomla

Ich habe schon lange Zeit nicht mehr mit Joomla gearbeitet, der Trend zeigt aber klar nach unten bei Joomla. So richtige Gründe für den Abwärtstrend bei Joomla sehe ich nicht. Aus meiner subjektiven Sicht fand ich jedoch die unterschiedlichen Versionierungen bisher etwas verwirrend (LTS und gleichzeitige STS). Dies hat sich aber zumindest seit der Version 3.3 mit einer neuen Releasestrategie geändert.

Processwire

Im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten CMS fristet Processwire nur ein Nieschendasein. Schade eigentlich, denn es ist nicht nur schlank und schnell. Es ist auch extrem flexibel und bietet Entwicklern einen Sprachschatz zwischen CMS und PHP Framework. Meine bisher gemachten Erfahrungen mit Processwire – so zum Beispiel die Website der Singer&Songwriterin Johanna Herdtfelder – stimmten mich jedenfalls sehr positiv. Vor allem für kleine Projekte mit viel Freiheit und einer kleinen Featureliste wird Processwire für mich auch in Zukunft interessant bleiben.

Trendentwicklung – Fazit

Pro und Contra - das ErgebnisWie immer lautet natürlich auch dieses Mal das Fazit, dass es je nach Verwendungszweck ein besser oder schlechter geeignetes System gibt. Diese Antwort kann für mich jedoch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, da es wenig Sinn ergibt, sich laufend auf mehr als zwei oder drei Content Management Systemen aktuell zu halten. Aus diesem Grund wird mein Hauptaugenmerk auch 2015 auf WordPress und TYPO3 CMS liegen. Kleine Projekte werden da natürlich weiterhin die Möglichkeit erlauben, neue Systeme zu testen. Besonders spannend werden hier sicherlich die vielen „neuen“ XML-basierten CMS, welche unabhängig von einer Datenbank wie etwa MySQL laufen und somit besonders im Hinblick auf Installation, Wartung und Umzug sehr einfach zu handhaben sind.

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